Der Chef der Drogeriekette Rossmann, Raoul Roßmann, geht auf Distanz zur AfD. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung holte der Inhaber insbesondere gegen den Thüringer AfD-Landeschef aus. „Ich möchte Björn Höcke nicht bei uns in der Firma begrüßen“, erklärte Roßmann. Bezüglich eines Dialogs mit der AfD erklärte er: „Mit Wählern muss man reden. Mit den Argumenten der AfD muss man sich auseinandersetzen. Aber sie hoffähig machen, indem man sie einlädt? Nein“, betonte er.
In diesem Zusammenhang bekräftigte Roßmann seinen Austritt aus dem Verband der Familienunternehmer erneut, obwohl sich dieser nach heftiger Kritik von der AfD distanziert hatte. Unterschiedliche Meinungen könne er zwar „wunderbar aushalten“. Wenn er aber „Verachtung spüre, tue ich mich schwer, die Hand zu reichen“, so Roßmann, der weiter ausführte: „Viele AfD-Politiker haben einen verachtenden Umgang mit anderen.“
Die AfD verglich er hinsichtlich potenzieller wirtschaftlicher Folgen mit Orbáns Fidesz-Partei: „Wir haben durch die Regierung Orbán in Ungarn, die ich als AfD-ähnlich bezeichnen würde, große Nachteile erfahren“, so Roßmann. Deshalb sei er „überaus dankbar, dass Herr Orbán abgewählt worden sei“. Einige wenige Monopolisten wie in den USA würden davon vielleicht profitieren, „aber viele Unternehmen verlieren dabei“.
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