Saskia Esken strebt offenbar weiter stoisch eine Rolle im neuen Bundeskabinett an – und sorgt damit für immer mehr Unmut in ihrer eigenen Partei. Jetzt stellt sich auch ein Vertreter des mittigen SPD-Flügels „Netzwerk“ gegen die Parteichefin. Der Bundestagsabgeordnete und Co-Sprecher des Flügels, Markus Töns, kritisiert den Beförderungswunsch Eskens scharf.
Dem Medium ThePioneer sagte Töns, er halte Esken „nicht für ministrabel“. Er lobt zwar die Verdienste Eskens um die SPD seit ihrer Übernahme des Parteivorsitzes 2019, stellt aber fest, daraus könne man aber „keinen Anspruch auf ein Ministerium“ ableiten. Töns reiht sich damit in eine immer lauter werdende Reihe von Kritikern ein, die die unbeliebte Parteichefin zunehmend attackieren.
Esken selbst strotzt vor Selbstvertrauen: „Selbstverständlich traue ich mir ein Ministeramt zu“, sagte die SPD-Parteivorsitzende im Interview mit dem Stern. Ein Abgang ins Kabinett wäre auch eine intern schmerzfreie Lösung für die SPD, um Esken vom Parteivorsitz loszulösen.
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