Der Großteil der Migranten lebt bereits seit Jahren, teils seit Jahrzehnten in Deutschland. Besonders auffällig ist, dass über ein Drittel der aktuell registrierten Flüchtlinge aus der Ukraine stammt – viele von ihnen kamen nach Beginn des Krieges 2022 ins Land.
Laut Zahlen aus dem Ausländerzentralregister, die das Bundesinnenministerium auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Clara Bünger (Die Linke) veröffentlicht hat, und die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, lag der Nettozuwachs an Flüchtlingen im Jahr 2024 bei 124.000 Personen. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 betrug der Anstieg noch 270.000, 2022 sogar über 1,2 Millionen – getrieben vor allem durch die Eskalation des Krieges in der Ukraine.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung plant Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Neuausrichtung der deutschen Migrationspolitik. Bereits am Mittwoch will er einen Gesetzentwurf ins Bundeskabinett einbringen, der vorsieht, den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus vorübergehend auszusetzen. Auch Österreich setzt auf diese Maßnnahme.
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