„Nie wieder Eis und Schnee“: Wie uns die Klimapaniker jahrelang über das „Verschwinden des Winters“ belogen

vor 6 Monaten

„Nie wieder Eis und Schnee“: Wie uns die Klimapaniker jahrelang über das „Verschwinden des Winters“ belogen
Bildquelle: NiUS

Der Winter hat Europa eisern im Griff, von Großbritannien bis Italien und Ungarn machen Kälte, Schnee und Eis den Menschen zu schaffen. Dabei ist uns doch jahrelang erzählt worden, der Klimawandel sorge für milde Winter und das Verschwinden des Schnees.

Diese Nachricht vom 12. Dezember 2025 alterte wie Milch in der Sonne: „Echte Kälte hat kaum noch Chancen: Historische Dezemberwärme zeigt, wie stark der Klimawandel schon wirkt“ schlagzeilte die Frankfurter Rundschau – eine ins Bild der Klimaaktivisten passende Wetterlage muss als Beleg für den Klimawandel, den man sicherheitshalber nicht mehr „Erderwärmung“ nennt, herhalten. Schon eine Woche zuvor hatte Thüringen24 vermeldet: „‚Kein Schnee mehr vorhanden!‘ Niederschmetternde Winter-Prognose für Thüringen“.

Kurz vor Weihnachten hieß es dann bei rbb24: „Warum Berlins Rodlern in Zukunft der Schnee ausgehen wird“. Die saisonale Vorhersage für den Winter mache „wenig Hoffnung auf Schnee“ und: „Schon in 30 Jahren könnte das Rodeln der Vergangenheit angehören“. Zum Konjunktiv wird in den Medien häufig gegriffen, wenn düstere Prognosen verbreitet werden, auch mit Fragezeichen wird gern gearbeitet: „Keine Winter mehr in 100 Jahren?“ (stern), „Klimawandel: Nie wieder weiße Weihnacht?“ (tagesschau), „Winter ohne Schnee? Wetter-Modell zeigt alarmierende Defizite: ‚Situation ist besorgniserregend‘“ (Merkur).

Bis heute unerreicht ist die Prognose des Wissenschaftlers Mojib Latif, damals am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, vor einem Vierteljahrhundert: Im Spiegel-Artikel vom 1. April 2000: („Nie wieder Schnee?“) wurde er mit der steilen, mittlerweile berüchtigten These zitiert: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“

Zwölf Jahre später behauptete Latif, er habe das „damals so nicht gesagt… Der Spiegel hat mich damals falsch zitiert. Meine Prognose bezog sich nicht auf das Jahr 2010, sondern auf die Zeitspanne zwischen 2050 und 2100 sowie auf den Fall, dass keine Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden.“

„Prognosen sind schwierig“, lautet ein altes Bonmot, „besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“. In diesem Fall wollte Latif wohl sicher gehen, nicht mehr mit der Falsifizierung seiner Aussage konfrontiert zu werden: Im Jahre 2100 ist er entweder 145 Jahre alt oder nicht mehr unter uns.

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