2023 wurde Deutschland vom Stromexporteur zum Stromimporteur: Erstmals musste das Land mehr aus dem Ausland ankaufen, als es exportierte. Grund dafür: die Abschaltung der Atomkraftwerke. Gemeinsam mit dem Ende der russischen Gas-Lieferungen führten diese Entscheidungen in eine Energiekrise und riskierten den Wohlstand des Landes. Denn für viele Firmen lohnte es sich kaum noch, hier zu produzieren und zu investieren.
Eine US-Studie der Radiant Energy Group fand nun heraus, dass neun Atom-Reaktoren in Deutschland reaktiviert werden könnten, das erste Kernkraftwerk bereits im kommenden Jahr. Insgesamt ließen sich dadurch 96 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. Bei NIUS Live sprachen Alexander Kissler und Peter Hahne über die Chance dieser Studie und über die Schwierigkeit, tatsächlich so zu handeln.
„Heute könnte man es machen, indem man den Bundestag zusammenruft, eine Abstimmung macht“, so Hahne. Schließlich hatten sowohl FDP, CDU, CSU als auch einzelne Politiker der SPD eine Rückkehr zur Atomkraft befürwortet. Das Problem: Die AfD ebenfalls. Und weil keine Partei mit ihr stimmen möchte, könnte das Projekt gänzlich verkümmern. „Brandmauern machen unser Land kaputt. Ich muss nicht die AfD lieben. Ich liebe auch nicht die CDU. Ich will, dass Sachthemen zur Abstimmung gestellt werden und, dass dann die Vernunft siegt. Und sie könnte siegen“, sagt Hahne. Und weiter: „Aber es wird aus politischen Gründen nicht gemacht“.
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