Northvolt hielt zentrale Finanzdaten zurück – Habeck gewährte dennoch 600-Millionen-Kredit

vor etwa 1 Jahr

Northvolt hielt zentrale Finanzdaten zurück – Habeck gewährte dennoch 600-Millionen-Kredit
Bildquelle: Apollo News

Im Fall der geplatzten Staatsförderung für den Batteriehersteller Northvolt gerät der frühere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck weiter unter Druck. Ein nun öffentlich gewordenes PwC-Gutachten zeigt: Die Unternehmensführung von Northvolt hielt dem Bundeswirtschaftsministerium offenbar zentrale Informationen zur Finanzlage vor. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Demnach bemängeln die Prüfer von PwC unter anderem, dass Northvolt dem Ministerium keine vollständige Kapitalflussrechnung vorgelegt habe. Auch Informationen zu Schuldendienst und Finanzierungsplanung fehlten. Wörtlich heißt es laut Bild im PwC-Bericht: „Die zur Verfügung gestellte Unternehmensplanung von Northvolt verfügt über keine vollständige Kapitalflussrechnung.“ Zudem kritisieren die Prüfer, dass die Geschäftsführung des Unternehmens „Informationen zurückhalte“.

Das 94-seitige Gutachten, das am 15. Juni 2023 dem Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt wurde, enthält nachweislich deutliche Warnungen. So heißt es darin, dass Northvolt zur Deckung seiner Ausgaben auf „externe Kapitalgeber angewiesen“ sei. Weiter warnen die Prüfer vor einem „erhöhten Ausfallrisiko“, unter anderem wegen unklarer Produktionsverhältnisse in den bestehenden Werken.

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