Die Bayerische Polizei hat am 21. Mai 2026 eine Pressemitteilung veröffentlicht, die in ihrer bürokratischen Nüchternheit das ganze Ausmaß dessen, was sie beschreibt, kaum fassen kann. Am Nelson-Mandela-Platz in Nürnberg und im Umfeld des Hauptbahnhofs haben Männer – überwiegend syrischer, pakistanischer und nordafrikanischer Herkunft – gezielt minderjährige Mädchen aus zerrütteten Familienverhältnissen angesprochen. Die Methode war klassisch und kalt kalkuliert: Zuneigung vortäuschen, Vertrauen gewinnen, mit Geschenken wie Kleidung und Kosmetika umwerben, um die Mädchen dann mit Crystal Meth abhängig zu machen.
Wer einmal in dieser Abhängigkeit gefangen war, hatte keine Wahl mehr: Weitere Drogen gab es nur noch als Gegenleistung für sexuelle Handlungen oder Prostitution. Zehn Personen wurden identifiziert, gegen vier wird strafrechtlich ermittelt. Ein 23-jähriger Syrer sitzt in Untersuchungshaft, gegen zwei weitere Tatverdächtige – einen Syrer und einen Staatenlosen – liegen Haftbefehle vor, beide sind auf der Flucht. Gegen einen 18-jährigen Pakistaner wird ebenfalls ermittelt. Die Kripo Nürnberg hat die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ gegründet.
Soweit die Fakten. Doch wer glaubt, das sei ein bedauerlicher Einzelfall, ein lokales Versagen, eine isolierte Tragödie, der irrt – oder will weiterhin irren.
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