Mit der letzten Tanzperformance inklusive nackter Tiefkühlhühner, die man in Kinderwindeln gewickelt hatte, aufgeführt vor dem Altar im ehrwürdigen Paderborner Dom ist es ein bisschen wie mit der jungfräulichen Geburt von Maria: Keiner weiß so recht, wie es dazu kam, aber alle sind am Ende überrascht.
Was bisher geschah: Es sollte eine festliche Feier am 15. Mai im Paderborner Dom werden anlässlich der Eröffnung des Jubiläumsjahres „1250 Jahre Westfalen“, weswegen nicht nur lokale Politiker von Rang und Namen angereist waren, sondern auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Hendrik Wüst. Eine Stunde lang lief auch alles recht gut, mit allerlei Festreden und Musik, dann jedoch lief alles aus dem Ruder beim Auftritt des künstlerischen Ensembles „bodytalk“, das antrat, die „Westfalen Side Story“ aufzuführen.
Es folgte eine Darbietung eines Mannes, der mit nacktem Oberkörper vor dem Altar herumtanzte und bald Gesellschaft weiterer Mitstreiter bekam, die tote nackte Hühner mitbrachten, die in Windeln gewickelt waren. Man steigerte sich gemeinsam in einen wilden Tanz um den Altar, während man sich die toten Hühner auch auf den Kopf setzte und bot dazu unter der bekannten Melodie von „Life is Life“ der Kultband Opus eine textlich umgedichtete Version dar, mit dem Refrain „Fleisch ist Fleisch, na naaaa, na na na …“.
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