Dieser Tage verurteilte das ZDF die Tötung eines TV-Ingenieurs einer Partnerfirma als „nicht hinnehmbar“, angeblich werden Journalisten gezielt angegriffen. Laut israelischen Erkenntnissen war der „Medienschaffende“ jedoch Hamas-Mitglied. Hat der Sender also mit Terroristen kooperiert?
Am vergangenen Sonntag, dem 19. Oktober, vermeldete das ZDF, ein Mitarbeiter einer palästinensischen ZDF-Partnerfirma in Gaza sei bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Es habe sich um einen TV-Ingenieur der Produktionsfirma „Palestine Media Production“ (PMP) gehandelt. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten verurteilte den Angriff auf „Medienschaffende“. Dieser sei „nicht hinnehmbar“. Thomas Reichart, ZDF-Korrespondent in Tel Aviv, meinte: „Der Vorfall reiht sich ein in ein Muster von Angriffen gegen Journalisten.“
Dem Luftschlag war ein Bruch der Waffenruhe im Gazastreifen durch die Hamas vorausgegangen. Terroristen hatten israelische Soldaten aus dem Hinterhalt mit einer Panzerfaust angegriffen, zwei von diesen wurden dabei getötet, ein weiterer schwer verletzt. Israels Armee (IDF) schlug gegen 16:30 Uhr Ortszeit in Al-Zawaida westlich von Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen zurück.
Dabei handelte es sich, wie die israelische Armee gegenüber Bild mitteilte, um einen gezielten Angriff: Der „Medienschaffende“, so die IDF, habe im Dienst der Al-Qassam-Brigaden der Hamas gestanden, und zwar im Range eines platoon commander (Zugführer). Als solcher soll er an der Herstellung von Waffen beteiligt gewesen sein.
Bettina Schausten bezeichnete den Angriff auf Abu Matar als „nicht hinnehmbar“.
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