Parteien in Panik wegen AfD: Nicht die Demokratie soll verteidigt werden, sondern der eigene Besitzstand

vor 8 Monaten

Parteien in Panik wegen AfD: Nicht die Demokratie soll verteidigt werden, sondern der eigene Besitzstand
Bildquelle: NiUS

Je höher der Balken für die AfD in aktuellen Meinungsumfragen klettert, umso lauter und hysterischer werden die Reaktionen aus Politik und Medien. Das reicht von einer unterstellten Bedrohung „unserer Demokratie“ (womit zweifellos nicht die Demokratie im Wortsinn, nämlich „Volksherrschaft“ gemeint ist) bis zu ebenso inflationären und geschichtsfernen Nazivergleichen, die im Grunde eine empörende Verharmlosung der NS-Herrschaft und des Holocausts darstellen.

Politiker und andere Selbstdarsteller (Prien, Haseloff, Friedman, Kramer) drohen inzwischen in fataler Fehleinschätzung ihres Beliebtheitsgrades gar mit Auswanderung im Falle einer Regierungsbeteiligung der AfD und selbst alternde Komiker wie Hape Kerkeling und aufstrebende Popsternchen („Wegen AfD! Popstar Nina Chuba bricht mit ihrer Familie“) nutzen die Gunst der Stunde, sich durch AfD-Bashing mediale Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Augenscheinlich ist das polit-mediale Establishment samt angeschlossener „Zivilgesellschaft“ in heller Panik angesichts der AfD-Erfolge und das hat nichts mit der angeblich drohenden „Machtergreifung“ finsterer Faschisten (unter Führung einer lesbischen Ex-Bankerin!) zu tun, sondern mit etwas weitaus Profanerem, nämlich der Furcht vor dem Verlust von Macht und Pfründen. Und diese Furcht ist nicht unbegründet.

Derzeit fürchten 2.090 Parlamentarier in Bund und Ländern um ihre zukünftigen Abgeordnetenmandate. Und mit ihnen bangen 4.653 Mitarbeiter um ihren Job und den Erhalt ihrer Bezüge. Würden die Vorstellungen der AfD aus deren Wahlprogramm umgesetzt, würden allein im Bundestag 100 bis 150 Abgeordnete ihr Mandat verlieren (Reduzierung auf 500 Abgeordnete). Und alle anderen müssten schmerzhafte Einbußen hinnehmen (30.000 bis 50.000 Euro im Jahr plus Pensionskürzungen von 1.000 bis 2.000 Euro im Monat).

Die finanziellen Verluste für Politiker (ohne AfD) betrügen 60 bis 100 Millionen Euro pro Jahr (Diäten, Pauschalen, Pensionen) für 2.090 Abgeordnete. Die Einbußen für Mitarbeiter und Berater (ohne AfD) betrügen sogar 300 bis 500 Millionen Euro pro Jahr für ca. 4.653 Mitarbeiter plus 200 bis 500 Berater. Das wäre für die Betroffenen schmerzhaft, spielt aber gesamtgesellschaftlich (Bundeshaushalt) kaum eine Rolle.

Tausende Mitarbeiter für Abgeordnete und 3.200 Verwaltungsmitarbeiter behausen zahlreiche Bürogebäude rund um den Deutschen Bundestag.

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