Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hat sich in einem neuen Beitrag in der Zeit dieses Mal zum Thema „Übergewicht“ geäußert. Im Rahmen seiner Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ führte er aus, dass Diskriminierung aufgrund des Gewichts weitverbreitet sei.
Vor allem übergewichtige Frauen würden am Arbeitsplatz „stark und wachsend“ diskriminiert. „Frauen erhalten eine deutlich schlechtere Bezahlung allein aufgrund des Übergewichts und nicht wegen anderer Faktoren, die mit Übergewicht einhergehen können“, meint Fratzscher. Eine US-Studie beweise zudem, dass übergewichtige weiße Frauen 12 Prozent weniger verdienen als nicht übergewichtige Frauen. Das entspreche in etwa der Größenordnung des Gender Pay Gap.
Auch auf die mutmaßlichen Gründe für die Diskriminierung kommt Fratzscher zu sprechen. „So entsteht die Diskriminierung vor allem in Berufen, in denen Frauen eine starke Interaktion und Kommunikation mit Kunden und mit den eigenen Vorgesetzten haben“. Die Leistung im Team soll übergewichtigen Frauen also angeblich weniger angerechnet werden. Stattdessen sei es mehr das Feedback der Vorgesetzten und der Kunden, das die Gehaltsunterschiede erkläre. Ebenso seien Übergewichtige zudem häufiger von Arbeitslosigkeit bedroht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











