Hurra, der öffentlich-rechtliche Rundfunk spart! Die Gäste werden jetzt nur noch blockweise eingeladen. Wenn sie einmal irgendwo im Studio sind, werden sie gleich für die nächsten Wochen verpflichtet. Vielleicht sogar mit Handschellen gefesselt? Man weiß es nicht, man träumt ja nur.
Nehmen wir Peer Steinbrück als jüngstes Beispiel. Am 26. November war er bei Sandra Maischberger zu Gast, am 3. Dezember bei Markus Lanz. Und gestern schon wieder bei Caren Miosga. Was er in den einzelnen Talkrunden so von sich gibt, ist ohnehin erwartbar. Und noch dazu wenig abwechslungsreich. Denn gesagt hat er in allen drei Sendungen immer dasselbe.
Nun gut, einen Tod muss man eben sterben, wenn mann sparen will. Und der heißt in diesem Fall: Sterbenslangeweile. Aber dafür ist so ein Procedere bei knappen neun Milliarden Jahresetat eben extrem kostengünstig. Denn die Reisekosten entfallen. Der Gast sitzt ja bereits in der Casting-Zelle, wird bei Bedarf einfach hervorgezogen und ins Studio geschleift. Bisserl Schminke drauf, Haare glätten, Anzug abfusseln, fertig. Für die Sprechblasen sorgt er dann schon selbst.
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