Das Zweite Deutsche Fernsehen wurde 1961 gegründet, weil Bundeskanzler Konrad Adenauer und seiner CDU das Programm der ARD politisch zu einseitig, also zu links war. Privatfernsehen gab es damals noch nicht, das Internet mit seinen freien Onlinemedien schon gar nicht. Daher kamen christdemokratische Medienpolitiker auf die Idee, innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine Alternative zu den in ihren Kreisen als „Rotfunk“ verschrienen Landesrundfunkanstalten zu schaffen.
Der Plan ging nicht auf. Was die politische Schlagseite, die einseitige und verzerrende Berichterstattung angeht, hat das ZDF das vom ARD-Verbund gestaltete Programm „Das Erste“ längst mindestens eingeholt. Von Jan Böhmermann über Elmar Theveßen bis Dunja Hayali: Das von Mainz-Lerchenberg aus gesteuerte nationale Fernsehprogramm wird von Journalisten geprägt, denen die „richtige“ Haltung wichtiger ist als die wahrhaftige Berichterstattung, und die Erziehung des zwangsbeitragszahlenden Zuschauers eine ehrenwertere Aufgabe ist als die kritische Kontrolle der Regierung.
Der jüngste ZDF-Skandal um manipulierte Nachrichtenbeiträge aus den USA, in denen falsche und KI-generierte Videos die Wiederkehr des Faschismus unter Donald Trump belegen sollen, ist ein neuer Höhepunkt dieser Entwicklung. Und es ist kein Zufall, dass er mit dem Wirken der US-Abschiebebehörde ICE ein Thema betrifft, bei dem sich die Einseitigkeit der Öffentlich-Rechtlichen so deutlich und mit einer so verheerenden Wirkung zeigt wie bei kaum einem anderen Thema: der illegalen Migration.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











