Es gab Zeiten, da wurden auf der politischen Bühne noch, wie der hübsche Ausdruck im Barock lautete, Berliner Haupt- und Staatsaktionen aufgeführt. Jetzt, um sprachlich in dieser Zeit zu bleiben, werden uns nur noch Schimpf- und Rüpel-Stücke geboten. Das Publikum zahlt zwar immer höhere Preise für die immer schlechteren Aufführungen, kann aber die Auswahl des Stückes immer weniger mitbestimmen. Ganz gleich, ob es sich die Inszenierung anschaut oder nicht, wird sie ihm in Rechnung gestellt.
Der Politikbetrieb ähnelt in seinen Mechanismen immer stärker den öffentlich-rechtlichen Medien. Deshalb verstehen sich die Brandmauer-Medien und die Brandmauer-Parteien auch so gut. Sie stehen zusammen – ihnen gegenüber der Bürger, der beständig zu bekehren und belehren ist, der beständig abgeholt und mitgenommen werden muss, was man in einigen Fällen sogar wörtlich verstehen darf. Der Steuerbürger wird zum Zwangsgebührenzahler und umgekehrt.
Bekommt Deutschland dann eben eine feministische Wirtschaftspolitik und eine insolvente Außenpolitik. Im Subventionenverteilen, bis die Schuldenbremse bricht, haben es beide zur wahren Meisterschaft gebracht. Da wird kein Mangel entstehen, wenn die Minister ihre Ministerien tauschen – Hauptsache, Friedrich Merz wird Kanzler. In Kiew hat er gerade um Erlaubnis gefragt, ob er sich wählen lassen darf. Huldvoll wurde sie ihm gewährt. Die Ukraine bekommt, was sie braucht oder will, egal, was seine deutschen Wähler davon halten.
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