Polizeiball 110 aus München: Ein Safehouse voller Narren

vor etwa 1 Jahr

Polizeiball 110 aus München: Ein Safehouse voller Narren
Bildquelle: Tichys Einblick

Da in dieser Kriminalkomödie eine Lebensbeichte nach der anderen abgelegt und ständig Herzen ausgeschüttet werden: Der Kern des Pudels (Chihuahua von Dragqueen Peekabou) scheint doch zu sein, dass der Polizeiruf München sich als ungeliebtes Besserwessi-Stiefkind nie wirklich in der alten DDR-Serie zu Haus gefühlt hat. Und weil man keine Hoffnung haben konnte, wenigstens mit dem alten weißen Ermittlergespann Wachtveitl und Nemec aus dem Münchner Tatort auf Augenhöhe zu kommen, muss man immer wieder tief in die Grabbelschublade greifen, um einigermaßen auf Quote zu kommen.

Die Augsburger Allgemeine ist wenig begeistert: „Einfach zu schrill … es ist so einiges drüber in dieser Folge. Was nicht nur nervt, sondern auch wirklich schade ist.“

Im bunten und diversen, aber trotzdem sündhaft teuren Münchner Bahnhofsviertel erschießen zwei minderjährige Killer der Albanischen Mafia (dass „Albanisch“ ungefähr 20-mal in diesem Polizeiruf im Zusammenhang mit Kriminalität erwähnt wird, ist ein Nackenschlag für das kleine Land, das gerade erst Partner der Internationalen Tourismusbörse Berlin war) den Eigentümer und Nutznießer (seine einzige Einkunftsquelle) eines großen Münchner Mietshauses auf offener Straße, drapieren ihn noch gemütlich mit dem Symbol ihres Clans „Peschkatar“ (Albanischer Name des Clans „Fischer der Frauen“), einem Fischernetz. Angeblich sind die bayerische Hauptstadt und ihre Immobilien so begehrt bei osteuropäischen Clans, dass deren Oberhaupt sogar der Polizei angeboten hätte, im Gegenzug für „Freie Bahn“ für Ordnung auf den Straßen zu sorgen.

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