Putin, der Schreckliche

vor etwa 1 Jahr

Putin, der Schreckliche
Bildquelle: NiUS

In der Debatte um den Ukraine-Krieg und einen möglicherweise bevorstehenden Krieg mit Russland schüren manche Ängste, andere bestreiten, dass Putin eine Gefahr für den Frieden ist. Dabei war der Kreml-Chef schon immer ein Gewaltmensch, als KGB-Offizier ebenso wie als Präsident. Um seine Ziele zu erreichen, schreckt er vor der Vernichtung seiner Gegner nicht zurück, auch nicht im eigenen Land.

Seit dem 24. Februar 2022, als russische Truppen in die Ostukraine einfielen, tobt der Krieg. Hunderttausende Soldaten und tausende Zivilisten sind gestorben, es wurden Kriegsverbrechen verübt, Millionen Ukrainer wurden zu Flüchtlingen. Es ist verständlich, wenn nun versucht wird, das Grauen zu beenden.

Dennoch ist die berechtigte Sehnsucht nach Frieden keine Rechtfertigung dafür, in Wladimir Putin etwas anderes als einen Tyrannen zu sehen. Der Kreml-Chef war immer ein Gewaltmensch – und er ist es heute noch. Manche Menschen neigen dazu, diese Tatsache beiseitezuschieben, sie führen an, dass auch der Westen Fehler gemacht hat. Mag sein. Und auch der Ukraine-Krieg hat eine Vorgeschichte – allerdings keine, die Russland unschuldig dastehen ließe. Manche, die sich einen Verhandlungsfrieden wünschen, neigen sogar dazu, Putins ganz und gar nicht reine Weste weißzuwaschen; er erscheint ihnen als Gegenprogramm zu unseren Politikern, die saft- und kraftlos wirken.

Starker Mann Russlands – und ohne Skrupel: Wladimir Putin.

Doch möchten sie in Putins Russland leben? Er hat mit woker Politik nichts am Hut, das ist gewiss, aber das macht ihn nicht zum Vorbild. Traurige Tatsache ist: Putin herrscht mit harter Hand, auch im eigenen Land. Von 1975 bis 1990 war er beim sowjetischen Geheimdienst KGB, und seit er, mal als Präsident, mal als Ministerpräsident, in Moskau herrscht, lässt er skrupellos Regimegegner aus dem Weg räumen. Die bekanntesten Beispiele sind Anna Politkowskaja (erschossen), Alexander Litwinenko (vergiftet), Sergej Juschenkow, Boris Nemzow (beide erschossen) und Alexej Nawalny (ungeklärte Todesumstände).

Hinzu kommt eine Reihe mysteriöser Todesfälle im Kreise der bei Putin in Ungnade gefallenen Zeitgenossen: angebliche Suizide, tödliche Unfälle, Stürze vom Balkon, aus dem Fenster, von Bord einer Yacht. Jewgeni Prigoschin, der Chef der Gruppe Wagner, kam bei einem mysteriösen Flugabsturz ums Leben. Der Tschetschene Selimchan Changoschwili wurde im Tiergarten in Berlin-Moabit Opfer eines Auftragsmordes.

2019, Berlin: Ein Auftragskiller hat Selimchan Changoschwili ermordet.

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