Queerbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz warnt vor Patriarchat und „Trad Wives“

vor 3 Monaten

Queerbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz warnt vor Patriarchat und „Trad Wives“
Bildquelle: Apollo News

Der Queerbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Ludger Schepers, warnt vor dem Patriarchat und vor „Trad Wives“ – Frauen, die in den sozialen Medien über ihr Leben als Ehefrau, Mutter und Hausfrau berichten. Die Rückkehr zu alten Geschlechterrollen sei ein „Irrweg“, sagte er laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Katholische Kirche solle bei Geschlechterfragen ihren Kurs wechseln.

Insbesondere sogenannte „Trad Wives“ würden eine „künstliche Ästhetik ohne Bodenhaftung“ zeigen. Die Darstellung und Stärkung klassischer Geschlechterrollen diene politischen Interessen, warnte der Weihbischof, die ein Problem für Gleichberechtigung und Freiheit seien. Schepers erklärte, dass die katholische Kirche das Patriarchat „nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert“ habe. Doch dieses Menschenbild diene nur Machtinteressen und habe nichts mit dem Christentum zu tun.

Wer an solchen Strukturen festhalte, „verrät die eigene Botschaft“. Die Kirche müsse sich gegen Diskriminierung einsetzen, und Gleichberechtigung müsse im kirchlichen Alltag sichtbarer werden. Bestehende Angebote reichten nicht aus. „Die Vielfalt menschlicher Identitäten – ob homo-, trans- oder intergeschlechtlich – ist kein modernes Konstrukt, sondern Teil von Gottes Schöpfungsplan“, sagte der Bischof gegenüber der KNA. Wer Menschen aufgrund ihrer Identität ausgrenze, handele im Dienst einer Ideologie und nicht nach Gottes Willen.

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