Rat- und Schaumschläge aus dem Kanzleramt

vor etwa 1 Jahr

Rat- und Schaumschläge aus dem Kanzleramt
Bildquelle: Tichys Einblick

Kennen Sie diesen Satz? „Ich habe nichts gegen Juden, meine besten Freunde sind Juden, aber…“ Und dann kommt sie, die höchstmoralische Belehrung in Richtung Juden im Allgemeinen und Israel im Besonderen. Eine besondere Variante hat jetzt der deutsche Bundeskanzler der zweiten Wahl, Friedrich Merz, abgegeben. Auf dem X-Account Ihro von-grün-linken-Gnaden-gewährten Kanzlerschaft hat Friedrich Merz ein bemerkenswertes und noch merkwürdigeres Statement abgegeben. Wörtlich sagt er da: „Das, was die israelische Armee jetzt da im Gaza-Streifen macht – ich verstehe, offen gestanden, nicht mehr, mit welchem Ziel. Ehmehm, die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen (Applaus im Publikum).

So weit, so doof. Und hätte es Merz bei dieser Aussage belassen – dass er eben nichts versteht –, dann hätte man das wegen Offensichtlichkeit so stehen lassen können. Aber der Kanzler, angespornt durch den so lange schmerzlich vermissten Applaus, legt jetzt nach: „Und wissen Sie (…) vielleicht darf ich das auch noch dazu sagen: Dieses Land, Deutschland, muss sich nun mit Ratschlägen, öffentlichen Ratschlägen an Israel, so weit zurückhalten wie kein zweites auf der Welt. Und ich glaube, ich brauche das nicht zu erläutern.“ Genau so ist es, Herr Bundeskanzler, aber das soll Sie nicht zurückhalten! Tut es auch nicht. Und dann ratschlägt Friedrich Merz sich frei:

„Aber… wenn Grenzen überschritten werden, wo einfach das humanitäre Völkerrecht jetzt wirklich verletzt wird, dann muss auch Deutschland, dann muss auch der deutsche Bundeskanzler dazu – ehm – etwas sagen…“ Ja? Muss er das? Kann er nicht einfach auch nur die Klappe halten, wenn er schon simpelste und primitivste Hamas-Propaganda übernimmt? Kann er nicht, der Friedrich Merz und so bricht es aus ihm heraus: „…und ich tue das auch, tue das hier, heute, hab das in den letzten Tagen schon getan, tu das auch in dieser Woche…“ Und Sie werden das bestimmt auch nächste Woche tun. Zu Land, zu Wasser und in den Talkshows! Egal, ob Sie darum gebeten werden oder nicht.

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