Der öffentlich-rechtliche Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zahlte im Jahr 2024 etwa 2,6 Millionen Euro für Ruhegehälter von ehemaligen Führungskräften. Das hat eine Anfrage der linken Abgeordneten Anne Helm ergeben, welche dem Tagesspiegel vorliegt. Dabei hatte die neue Intendantin des RBB nach dem Skandal um die üppigen Gehälter, etwa die Ruhestandszahlungen für die ehemalige Intendantin Schlesinger, hatte Intendantin Ulrike Demmer Ende 2023 noch angekündigt, die Zahlung der Ruhegelder unverzüglich einstellen zu wollen.
Dieser Plan ging allerdings nicht auf: Vor dem Arbeitsgericht verlor der Sender mit seiner Strategie und muss jetzt kräftig weiterzahlen. Und das in einer Phase, in der der Sender für Berlin und Brandenburg heftig einsparen muss – sogar beim Kantinenessen (Apollo News berichtete).
In der Summe enthalten sind auch bereits Nachzahlungen, die der RBB „aufgrund eines gerichtlichen Urteils für die zurückliegenden Monate noch leisten muss“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage. Auch die Anwaltskosten für die Prozesse gegen die Ex-Mitarbeiter belasten den Sender: 818.000 Euro sollen für die Prozesse, die allesamt bisher verloren gingen, gezahlt worden sein.
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