Klöckner distanziert sich: Ihr Amt soll ohne ihr Wissen für Weimers Erhard-Gipfel benutzt worden sein

vor 8 Monaten

Klöckner distanziert sich: Ihr Amt soll ohne ihr Wissen für Weimers Erhard-Gipfel benutzt worden sein
Bildquelle: Tichys Einblick

Julia Klöckner, als Bundestagspräsidentin Trägerin des zweithöchsten deutschen Staatsamtes und selbsternannte Wächterin der politischen Kultur von „unsere Demokratie“, wirbt, oder warb, für den von Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel: mit Foto, Namen, Amtsbezeichnung –  und findet sich so inmitten einer privatwirtschaftlichen PR-Verwertungskette. Kulturstaatsminister Weimar ist 50-prozentiger Anteilseigner der Weimar Media Group und war bis zum 8. Mai 2025 auch Geschäftsführer. Weimer ist auch Autor des Buches „Das Konservative Manifest“, das beworben wird als „Manufaktum des Geistes, ein positiver Leitfaden, bei dem gilt: Es gibt sie noch, die guten, alten Werte“. Ja, nur halt nicht bei Wolfram Weimer selbst.

Klöckners Büro erklärte, nachdem sie von der Kölner Anwaltskanzlei „Haintz legal“ abgemahnt worden war, dass dies ohne ihr Wissen geschehen sei. Die Zusage, dass man mit ihrem Namen und Konterfei werben könne, hätte sie noch vor ihrem Amtsantritt getätigt, und die spätere Zuordnung mit ihrem Titel als Präsidentin des Bundestages „erfolgte ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung“. Die Verwendung ihrer Amtsbezeichnung wäre ihr „daher nicht zurechenbar“.

TE hatte das Nicht-Wissen bereits geahnt, als Sofia Taxidis schrieb: „Auch andere führende Politiker trommeln für die Veranstaltung (man kann nur hoffen, dass sie davon wissen, geht man von den jüngsten Erfahrungswerten bei ‚The European‘ aus): Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht ein ‚bayerisches Davos‘, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche spricht von einer ‚einmaligen‘ Mischung der Persönlichkeiten, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner lobt die besonderen Gesprächspartner.“

„Bundestagspräsidentin Klöckner distanziert sich nach Abmahnung von „ihrer“ Werbung für den Ludwig-Erhard-Gipfel“, schreibt Markus Haintz auf X. Doch offensichtlich wurde mit Klöckner noch etwas länger rechtswidrig geworben. Rechtsanwalt Markus Haintz hat deshalb nachgefragt und sein Schreiben bei X veröffentlicht:

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