Deutschlands Netzstabilität liegt immer mehr in den Händen Frankreichs und dessen Atomstrom: Nach Daten der Bundesnetzagentur stützt sich die deutsche Stromversorgung zur Sicherung der Netzstabilität zunehmend auf Kernkraftkapazitäten aus dem europäischen Ausland. Insbesondere Frankreich spielt dabei eine zentrale Rolle beim sogenannten Engpassmanagement. Das berichtet die Welt am Sonntag unter Berufung auf eine Bestätigung der Bundesnetzagentur.
Immer öfter ist Deutschland auf Hilfe aus Frankreich und anderen Nachbarländern angewiesen, um die Schwankungen, die durch Wind- und Solarenergie zwangsläufig entstehen, auszugleichen und das Stromnetz stabil zu halten. Längst ist durch die grüne Energiewende Realität geworden, dass Deutschland sein eigenes Stromnetz nicht mehr stabil halten kann. Laut der Bundesnetzagentur greifen die Netzbetreiber verstärkt auf den sogenannten „Crossborder-Redispatch“ zurück, um Überlastungen im deutschen Übertragungsnetz zu vermeiden.
Dabei werden ausländische Kraftwerke gegen Entschädigung angewiesen, ihre Einspeisung anzupassen, um Schwankungen bei Wind- und Solarstrom auszugleichen und eine Überlastung des Stromnetzes zu verhindern. Diese Eingriffe in das Stromnetz häufen sich. Die Kosten für die Entschädigung werden über das Netzentgelt auf die Endverbraucher, also die Stromkunden, in Deutschland umgelegt. „Auf Grundlage der von den Netzbetreibern an die Bundesnetzagentur übermittelten Daten belief sich das Volumen der Redispatch-Maßnahmen mit ausländischen Kernkraftwerken im Zeitraum von Januar bis September 2025 auf rund 77 Gigawattstunden“, heißt es dazu von der Bundesnetzagentur gegenüber Welt am Sonntag
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