Georg Restle, Chef der WDR-Sendung Monitor, hat mit einer Äußerung für Aufsehen gesorgt. Auf der Plattform X postete er: „Die Kritik, dass der ÖRR Vielfalt nicht gut genug darstellt, ist durchaus berechtigt: Die Perspektiven von Menschen mit Migrationsgeschichte etwa kommen nach wie vor zu kurz. Dafür kommen Vertreter rechtsextremistischer Parteien nach wie vor zu breit im Programm vor.“
Zahlen oder Fakten, um seine These zu untermauern, liefert Restle nicht. Tatsächlich dürfte es dem durchschnittlichen Zuschauer schwerfallen, die Wahrnehmung des Monitor-Chefs nachzuvollziehen. Menschen mit Migrationshintergrund sind in zahlreichen Sendungen des ÖRR präsent.
Noch absurder mutet Restles Vorwurf an, „rechtsextremistische Parteien“ – damit meint er wohl die AfD – kämen „zu häufig im Programm vor“. Tatsächlich zeigen Recherchen von Apollo News: Die AfD wurde von allen Parteien mit Abstand am seltensten zu Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen eingeladen. Obwohl die Partei in aktuellen Bundestags-Umfragen bis zu 20 Prozent erreicht, wurden nur 11 Vertreter eingeladen – das entspricht drei Prozent der Gesamtzahl. Wenn sie im Programm vorkommen, dann häufig im Kontext besonders kritischer Berichterstattung – besonders oft bekanntermaßen bei Monitor selbst.
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