Finanziert von Steuergeld: Wie eine NGO ein verzerrtes Bild von Judenhass zeichnet

vor etwa 1 Jahr

Finanziert von Steuergeld: Wie eine NGO ein verzerrtes Bild von Judenhass zeichnet
Bildquelle: NiUS

Die vom Bundesfamilienministerium geförderte NGO „RIAS Berlin“ (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) gibt jährlich einen Bericht zu antisemitischen Vorfällen in Berlin heraus – und trägt damit maßgeblich zur öffentlichen Wahrnehmung von Judenhass bei. Doch die Art und Weise, wie RIAS antisemitische Tätergruppen einordnet, verzerrt die Realität. Der Eindruck, der entsteht: Der Antisemitismus komme vor allem von rechts. Das Problem: Diese Darstellung hält einer näheren Betrachtung nicht stand.

Laut dem Jahresbericht 2024 wurden 1764 der insgesamt 2521 gemeldeten antisemitischen Vorfälle – also rund 70 Prozent – keinem konkreten politischen Spektrum zugeordnet. Anders als in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), in der nahezu jede antisemitische Straftat reflexartig in die Kategorie „PMK rechts“ fällt – selbst wenn ein syrischer Jugendlicher ein Hakenkreuz an die Wand schmiert oder kein Täter bekannt ist –, verzichtet RIAS zumindest auf diese automatische Zuordnung. Damit ist aber schon alles Positive an der Arbeitsweise von RIAS auch schon gesagt …

So wird etwa der größte Einzelblock – 398 Vorfälle, also 15,8 Prozent – einer nebulösen Kategorie namens „antiisraelischer Aktivismus“ zugewiesen. Diese Kategorie entzieht sich jeder politischen Verortung.

Ein antiisraelisches Graffiti, hier in Berlin, ist oft dem islamistischen oder linken Spektrum zuzuordnen – eigentlich.

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