Der offizielle Kanzlerurlaub endet spätestens mit der Kabinettsitzung am kommenden Mittwoch. Doch klar ist schon jetzt: Wenn kein anderer Friedrich Merz (CDU) aus der mehrfach unterbrochenen Sommerpause zurückkehrt als Anfang des Monats hineinging, steht die Koalition im Herbst vor einem Scherbenhaufen.
Die drei Großbaustellen des Kanzlers:
Der „Außenkanzler“ Merz muss endlich in der deutschen Innenpolitik ankommen. Selbst Parteifreunde verlieren gut einhundert Tage nach Amtsantritt bereits die Geduld mit dem Regierungschef. „Wir erleben auch bei Friedrich Merz Leadership. Außerhalb von Deutschlands“, sagt Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und langjähriger CDU-Abgeordneter, in seiner typisch trockenen Härte im Gespräch mit Politico. „Diese Form von Leadership brauchen wir jetzt auch in der Innenpolitik – gern über den Koalitionsvertrag hinaus.“
Fakt ist: Die respektable Statur in der Außenpolitik mag Merz’ Ego schmeicheln, ihm und seiner Partei bringt es in den Umfragen nichts. Im Gegenteil. Die Deutschen sind skeptisch bis ablehnend (siehe NIUS-Umfrage) bei jedem Engagement in der Ukraine. Und: Innenpolitisch brennt die deutsche Hütte.
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