Rohstoffe, Macht und Abhängigkeit: Warum Deutschland in China keine Rolle mehr spielt

vor 8 Monaten

Rohstoffe, Macht und Abhängigkeit: Warum Deutschland in China keine Rolle mehr spielt
Bildquelle: NiUS

In der letzten Oktoberwoche des Jahres 2025 liegt das Augenmerk der Welt noch einmal auf China. In Asien laufen einige der derzeit wild über den Globus gespannten Fäden zusammen. Ein geplantes Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Machthaber Xi Jinping bildet nun den erwarteten Höhepunkt einer Reihe von Konferenzen und Besuchen geprägten Tagen.

Und während die Entscheider über Krieg und Frieden, Militärausgaben, Zölle und Seltene Erden verhandeln werden, musste Deutschlands Außenminister Wadephul seinen China-Besuch verschieben, weil ihn dort niemand so wirklich sprechen will.

Anlass genug, um einmal einen analytischen Blick auf die Lage zu werfen, beginnend mit der wirtschaftlichen Dimension.

Bereits 2017 trafen die zwei geopolitischen Schwergewichte aufeinander.

1886 wurde in der Grube Himmelsfürst in Brand-Erbisdorf im Erzgebirge ein neues Mineral gefunden, das für seine halbleitenden Eigenschaften bekannt ist. Es heißt Germanium und wird verwendet, um Computerchips und allerhand technischen Firlefanz herzustellen, ohne den die moderne Wirtschaft nicht mehr funktioniert. Wie der Deutsche selbst ist Germanium glänzend grau, hart und spröde. Dabei müsste man es eigentlich „Chinesium“ nennen, denn der Großteil der weltweiten Vorkommen wird in der Volksrepublik vermutet. Im Rahmen der sich global aufbauenden Handelskonflikte will China den Germanen das für die Industrie so wichtige und nach ihnen benannte Germanium zunehmend vorenthalten oder wenigstens so richtig abkassieren. Auch das ist Geostrategie.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel