Kamala Harris zittert. Der noch vor einigen Wochen zelebrierte Hype um sie ist vorbei, stattdessen droht das Weiße Haus jetzt den Demokraten aus den Händen zu fallen. Mit neuen Besuchen in Hurrikan-Gegenden und einer Tour durch die Medien, die sie lange mied (inklusive eines schlecht gelaufenen CBS-Interviews), versucht sie ihre Kandidatur irgendwie noch zu retten. Denn in Umfragen liegt sie aktuell hinter Trump: sowohl knapp im nationalen Stimmungsbild als auch in vielen „Swing States“.
In fast allen dieser entscheidenden Bundesstaaten liegt Trump laut dem aktuell aggregierten Umfragendurchschnitt von RealClearPolling vorne. Und das würde ihm einen Sieg in der Wahl bescheren – sie wird nämlich nicht von der nationalen Stimmengesamtzahl, sondern dem „Electoral College“, dem Wahlmännerkollegium, entschieden.
Im „Electoral College“ ist Trump bei dieser Wahl insgesamt deutlich besser positioniert als Kamala Harris. Hintergrund ist auch der Zensus 2020, dessen Ergebnisse nun erstmals in einer Präsidentschaftswahl zum Tragen kommen. Dabei verschob sich das Gewicht zugunsten der Republikaner. Mehrere republikanische Staaten verzeichneten einen deutlichen Bevölkerungszuwachs – zulasten demokratischer Staaten, die nun Abgeordnetensitze und damit Wahlmännerstimmen verloren.
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