Die Landesdirektion Sachsen (LDS) plant, die landesweiten Erstaufnahmeplätze für Asylbewerber auf 9.600 Plätze aufzustocken. Das ist Teil des seit 2016 entwickelten Unterbringungs- und Standortkonzepts für Aufnahmeeinrichtungen. Im Vergleich zu den derzeit bestehenden 5.000 Plätzen werden die Kapazitäten also fast verdoppelt.
Dieses Ziel sorgt regional für Empörung, insbesondere deshalb, weil 500 dieser Plätze in einer Kleinstadt mit nur knapp 9.000 Einwohnern entstehen sollen. Dafür kaufte die LDS ein ehemaliges Schulungsheim in Waldheim im Ortsteil Massanei. Dort sollen Asylbewerber untergebracht werden, die sich im laufenden Asylverfahren befinden.
Bereits einige Wochen nach der Bekanntmachung reichte die Einwohnerin Peggy Ehnert ein Bürgerbegehren mit 1.719 Unterschriften ein. „Die Leute haben Angst, die ganze Stadt ist unruhig“, sagte Ehnert dazu. Die Resonanz sei riesig gewesen. „Sogar die Pflegedienste haben Leute zu mir gebracht, die unbedingt unterschreiben wollten“, sagte sie dem MDR. Außerdem fand eine Kundgebung statt, zu der der Waldheimer Ältestenrat aufgerufen hatte.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











