Allianz Global Investors (AGI), die Investmentgesellschaft des Versicherungskonzerns Allianz, hat ihre ESG-Richtlinien angepasst. Ab sofort erlaubt das Unternehmen Investitionen in Firmen, die mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes mit Militärgütern und Dienstleistungen erzielen.
Diese Entscheidung betrifft insbesondere die Fonds der Kategorie „Artikel 8“ gemäß der EU-Offenlegungsverordnung für nachhaltige Finanzprodukte (SFDR), wie das Unternehmen in einer Mitteilung an seine Kunden am 27. März bekanntgab. Das ESG-Siegel (für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) soll definieren, welche Unternehmen als nachhaltig gelten und hohe ökologische und soziale Standards einhalten.
„Ein robuster Verteidigungssektor ist notwendig, um die Mittel für nationale und regionale Sicherheitsstrategien bereitzustellen und gleichzeitig die wirtschaftliche und soziale Stabilität zu unterstützen“, heißt es in der Mitteilung von AGI. In den sogenannten Artikel-9-Fonds, die noch striktere Nachhaltigkeitskriterien haben, bleiben die bisherigen Ausschlüsse jedoch bestehen.
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