Schwafeln bei Illner: Realitätsverbieger unter sich

vor mehr als 1 Jahr

Schwafeln bei Illner: Realitätsverbieger unter sich
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Verachtung der Zuschauerintelligenz hat ein neues Niveau erreicht. Maybrit Illner am Donnerstag – da sitzt ein Alexander Dobrindt (CSU) und kann immer wieder seelenruhig den spektakulären Wählerbetrug der Union kleinschwafeln. Er streitet sogar ab, dass das jetzt beschlossene, gigantische Billionenschuldenpaket überhaupt ein Billionenschuldenpaket sei. Und wer sitzt ihm gegenüber? Bodo Ramelow, der voller Inbrunst behauptet, die Schulden seien nicht mal Schulden.

Immer wieder versucht Illner, Dobrindt irgendwie festzunageln. Ob die CDU nicht vor der Wahl exakt das Gegenteil dessen versprochen habe, was sie jetzt tut? Keine Antwort. Ob mit dem Möchtegern-Kanzler Friedrich Merz jetzt „der Ehren-Sozi am Start“ sei, der all das durchsetzt, was eigentlich die Sozialdemokraten forderten? Dobrindt weicht aus. Sogar den Umfang der neuen Schulden stellt er in Abrede. „Ungefähr ’ne Billion“, sagt Illner, und Dobrindt ruft: „Nein, nein, schlichtweg nein.“ Illner versucht es anders: „Ein nach oben offener Betrag …“ Dobrindt: „Ja, das ist richtig und das ist notwendig. Weil wir ja nicht ausrechenbar sein wollen für Putin.“

Putin, Trump, Ukraine – solche Schlagworte fallen häufig an diesem Abend. Zum Vergleich: Bis das Wort Migration erstmals fällt, dauert es bis Minute 46 von 60. Und auch da nur in einem Nebensatz. So viel zum Realitätsbezug dieser Runde.

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