Millionen-Kosten für Personenschutz: Skandal-Pastorin erfand über Jahre rechtsextreme Drohungen

vor etwa 1 Jahr

Millionen-Kosten für Personenschutz: Skandal-Pastorin erfand über Jahre rechtsextreme Drohungen
Bildquelle: NiUS

Die schwedische Geistliche Cathrine Nordqvist hat über Jahre hinweg rechtsextreme Morddrohungen gegen sich selbst fingiert und dadurch erhebliche Kosten für Sicherheitsmaßnahmen verursacht – vom schwedischen Steuerzahler bezahlt. Wie die schwedische Zeitung Nya Dagbladet berichtet, verurteilte nun ein Gericht Nordqvist, die seit dem Herbst 2021 wiederholt Drohungen gegen sich mit religiösen Referenzen verfasst hatte. Wie sich vor Gericht herausstellte, gab es jedoch nie eine wirkliche Bedrohung – die Drohbriefe waren von der Vikarin der Gemeinde in Bro selbst verfasst.

Die Drohungen begannen im Herbst 2021. Nordqvist erhielt Schreiben, die oft mit biblischen Referenzen versehen waren, etwa Jesaja-Zitaten. In einem Schreiben hieß es etwa: „Deine Zeit ist fast vorbei. Dann wirst du sterben, und ich komme, um dich zu befreien.“ Andere Briefe enthielten gar Messer, und die Behauptung ging um, die Frau sei wegen ihrer Arbeit innerhalb der Kirche verschärfter Gewalt ausgesetzt.

Die Drohungen sind auch vor dem Hintergrund brisant, dass sich Nordqvist vehement für die Aufnahme von Flüchtlingen aussprach und Migration nach Schweden begrüßte. So soll sie gepredigt haben, nicht zwischen Menschen zu unterscheiden und sich der Verantwortung Schwedens in der Welt zu stellen. „In der aktuellen Flüchtlingssituation, in der der Bedarf an Hilfe groß ist, will die Gemeinde beitragen, was sie kann. Die Gemeinde öffnet ihre Türen für die Sammlung von Kleidung und mehr“, schrieb sie etwa.

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