Am ersten Jahrestag des Hamas-Massakers in Israel, bei dem über 1200 Menschen ermordet, über 200 Menschen als Geiseln in den Gaza-Streifen verschleppt und Tausende verletzt wurden, ereigneten sich unfassbare Szenen auf den Straßen vieler westlicher Großstädte. Auch in Berlin demonstrierten linke und islamistische Judenhasser Seite an Seite, beschuldigten Israel des „Völkermordes“, skandierten antisemitische Parolen, attackierten die Polizei.
Birgit Kelle und Julius Böhm kommentieren am Morgen danach die bürgerkriegsähnlichen Bilder. „Diese Demonstrationen zeigen endlich das wahre Gesicht von vielen, die in diesem Land leben, die hier einwandern. Man kann das Problem nicht wirklich leugnen“, so Kelle. „Wir haben ein eingewandertes Antisemitismus-Problem“. Seit Jahren werde das Narrativ des „friedlichen Islams“ verbreitet, Kritik an der Religion sei islamophob, ihre Anhänger würden in Deutschland marginalisiert, heißt es. Dabei stellt Kelle klar: „Wir haben ein Problem mit dem Islam“. Denn auf den Demos zeigten sich auch „die normalen Durchschnittsmigranten“ geeint im Hass gegen Juden und Israel. „Es wird Zeit, dass wir uns dieser Realität in Deutschland stellen. Es ist eben nicht nur der Extremismus“.
Auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg marschierte Seite an Seite mit Israel-Hassern in Berlin, mit einem Pali-Tuch um den Hals und rosafarbener FFP2-Maske zeigte die Schwedin, wie linke und muslimische Antisemiten immer häufiger gemeinsame Sache machen. „Wir haben eine neue Qualität des Antisemitismus. Man schämt sich nicht mehr dafür“, kommentiert Autorin Birgit Kelle. Früher hätten die die Täter heimlich Synagogen oder Denkmäler geschändet und seien geflohen, heute rufe man offen und unter den Augen der Polizei den Hass gegen Juden heraus. Wohlwissend, dass es kaum Konsequenzen gibt. „Der siebte Oktober hat offenbar einen Schub für das Selbstbewusstsein organisiert“, so Julius Böhm. Seither würde der öffentliche Raum immer wieder von radikalen Muslimen eingenommen. „Das ist eine Machtdemonstration“. Kelle pflichtet bei: „Das ist eine echte Schande. Und dass wir Politiker haben, die das immer noch schönreden“.
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