Sein Selfie mit Angela Merkel ging 2015 um die Welt. Der syrische Flüchtling Anas Modamani (28) ist inzwischen eingebürgert und arbeitet in Deutschland als Journalist. In einem Interview mit der Welt spricht er über die deutsche Asylpolitik, über „Wir schaffen das“ und über die Kriminalität von Migranten.
NIUS dokumentiert wichtige Aussagen:
„Es gab viele freiwillige Helfer – in den Bahnhöfen, auf der Straße. Einige Familien haben sogar Flüchtlinge in ihrer Wohnung aufgenommen. Ich habe auch ein Jahr bei einer Gastfamilie gewohnt. Heute würde kaum einer noch einen jungen Syrer mit schwarzem Bart bei sich wohnen lassen. Teilweise würde ich sagen: selber schuld. Die Syrer, die Kriminelle geworden sind, haben ein schlechtes Bild von allen Syrern erzeugt. Darauf schaut die Gesellschaft. Ich bin auch für Abschiebungen von Migranten, die Probleme machen. Aber Menschen wie ich, die sich integriert und Deutsch gelernt haben, die einen deutschen Pass haben, fühlen sich angegriffen, wenn Politiker von massenhaften Abschiebungen sprechen. Früher waren wir willkommen, heute nicht mehr.“
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