Die Papierfabrik der Melitta-Gruppe in Neu Kaliß, Mecklenburg-Vorpommern, wird zum 31. März geschlossen. In dem Werk wurden nach Angaben der Unternehmensgruppe vor allem Spezialpapiere hergestellt, darunter Tapetenvliese, Kaffeefilterpapier sowie Bier- und Tassendeckchen, Krepppapiere für den Dentalbereich und Großbäckereien sowie sogenannte Verdunsterpapiere.
Die Wurzeln der Fabrik reichen laut t-online bis ins Jahr 1799 zurück. Ab 1871 wurde dort Papier maschinell produziert. Der Standort blieb trotz aller historischen Zäsuren – von den Weltkriegen bis hin zur Enteignung – durchgehend in Betrieb. Nach der Wiedervereinigung übernahm die Melitta-Unternehmensgruppe 1992 die Anlagen in Neu Kaliß und setzte die Produktion von Spezialpapieren fort.
Im Rahmen der Schließung werden nun insgesamt 115 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Eine Insolvenz wurde laut Unternehmensangaben nicht angemeldet. Die Melitta-Gruppe betreibt weiterhin weltweit Produktionsstätten und wirtschaftet profitabel – insgesamt 59 Standorte auf fünf Kontinenten, darunter Produktions- und Vertriebsstätten in Europa, Südamerika, Asien und den USA.
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