Skandal um ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel: Wer hat die linksextremen Störer in die Bannmeile gelassen?

vor 12 Monaten

Skandal um ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel: Wer hat die linksextremen Störer in die Bannmeile gelassen?
Bildquelle: Deutschland Kurier

Das ARD-Sommerinterview mit AfD-Chefin Alice Weidel ist im Chaos untergegangen. Bei der Aufzeichnung am Sonntagnachmittag (20. Juli) kam es zu massiven Störaktionen gegenüber auf der anderen Seite der Spree vor dem Reichstagsgebäude. Dies ganz offensichtlich zunächst mit stillschweigender Duldung von Polizei und Bundestag. Womöglich sogar auf Bestellung der ARD?

Gesang, Pfiffe, Klatschen: AfD-Chefin Weidel und ARD-Moderator Preiß konnten sich über weite Strecken des Open-Air-Interviews kaum gegenseitig verstehen. Die AfD-Chefin musste sich immer wieder nach vorne beugen, um den Interviewer überhaupt zu hören. Die massiven Störungen kamen von der anderen Spreeseite. Dort hatten sich Demonstranten versammelt, die klatschten, pfiffen und sangen. Zusehen war auch ein Bus, der unweit des Reichstages stand.

Weidel bezeichnete die Störaktion mal als „lustig“, mal mutmaßte sie, die Proteste gegen sie könnten „mit deutschen Steuergeldern über irgendwelche NGOs angeschoben“ sein. Das könne man nicht wissen, meinte ARD-Moderator Preiß. Hinzu kamen offenbar Probleme mit dem Ton, den Weidel auf dem Ohr hatte. Die AfD-Chefin kritisierte, sie habe ein Echo und sie höre sich doppelt. „Jetzt geht gar nichts mehr“, sagte Weidel einmal während der Sendung. „Das müssen wir korrigieren.“

Bus mit Mega-Lautsprechern

Während sich die AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag den Fragen von ARD-Hauptstadtbüroleiter Preiß stellte, setzte ein Chor ein, der das Interview über weite Strecken übertönte. Als Weidel gerade ausführte, dass sie an „Remigration“ festhalte, waren Parolen zu hören wie „Scheiß AfD“ und „keine Nazis“. Beschallt wurde das Interview offenbar aus dem auf dem Reichstags-Gelände geparkten Bus. Hinter der Aktion steckt nach eigenen Angaben die linksextreme Gruppe „Zentrum für Politische Schönheit“, die für solche Aktionen einen Bus mit extrem starken Lautsprechern ausgerüstet hat.

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