Wohl jeder, der Skype benutzt, kennt diesen Klingelton: „Dü-di-dü, di-dü-di“. Danach kam oft die Frage: „Kannst du mich hören, seht ihr mich?“ Skypen war ein Abenteuer, das die Menschen zusammenbrachte wie nichts zuvor. Tochter studiert in Australien – was sie wohl gerade macht? Kein Problem: Von Hamburg nach Melbourne, wir skypen mal eben um die Welt.
Diese Kommunikation hat nun ein Ende. Skype verstummt – leider für immer. Am 5. Mai wird Skype von Microsoft abgeschaltet. Die Nutzer können kostenlos zu Teams wechseln.
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Von Skype zu Teams zu wechseln ist weit mehr als ein technischer Vorrang. „Skypen“ – das wurde 2009 ein Duden-Wort wie „googeln“ oder „Tempo“ für Taschentücher. Man nennt dieses Phänomen Deonym, also Markennamen, die zum Synonym ihrer Gattung werden. 2016 erreichte der Dienst die höchste Nutzerzahl – 300 Millionen Menschen skypten rund um die Welt. Dann kam die Konkurrenz: Zoom, Google Meets, Microsoft Teams, Facetime. 2023 hatte Skype noch 36 Millionen Nutzer, heute dürften es deutlich weniger sein.
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