Über zwei Jahre wurde der Deutsch-Israeli Rom Braslavski im Gazastreifen von der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad gefangen gehalten. Er war am 7. Oktober 2023 vom Nova-Festival entführt worden und kam am 13. Oktober 2025 als eine der letzten zwanzig lebenden Geiseln im Rahmen eines Deals frei, den Donald Trump eingefädelt hatte. Am Donnerstagabend berichtete er in der israelischen TV-Sendung „Hazinor“ von Folter und sexuellem Missbrauch während der Zeit seiner Gefangenschaft. Er ist die erste männliche Geisel, die von sexuellem Missbrauch berichtet. Noch immer befindet er sich in einem israelischen Krankenhaus.
„Sie zogen mir alle Kleider aus. Die Unterwäsche, alles“, beschreibt der 21-Jährige. „Sie fesselten mich von Kopf bis Fuß, während ich völlig nackt war.“ Dann schlugen sie ihn. Es sei den Islamisten darum gegangen, ihn zu demütigen und seine Würde zu brechen. Auf die Frage der Moderatorin, ob ihm so etwas öfter angetan worden sei, sagt er ja. Er spreche nicht gern darüber, denn es sei schrecklich gewesen. „So etwas haben selbst die Nazis nicht getan. Zu Hitlers Zeiten hätten sie solche Dinge nicht getan.“
Die Terroristen versuchten, Braslavski zur Zwangskonvertierung zu verleiten. Wenn er Muslim werden würde, würden sie ihm Essen geben und ihn besser behandeln. Doch der junge Mann verneinte: „Ich bin als Jude geboren und werde als Jude sterben.“ Danach wurde die Folter schlimmer. Er berichtet, wie er nun nur noch dreimal am Tag auf die Toilette durfte: morgens um 9 Uhr, nachmittags um 4 Uhr und um 9 Uhr abends. Er habe nur einen halben Liter Wasser am Tag zu trinken bekommen und keinerlei Essen.
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