So weit geht Kontaktschuld: Mein Hund ist jetzt rechtsextrem

vor 11 Monaten

So weit geht Kontaktschuld: Mein Hund ist jetzt rechtsextrem
Bildquelle: Tichys Einblick

Mein Leben ist seit Sonntag aus dem Lot. Wie jeden Tag habe ich als Erstes das Medium geöffnet, das wie kein anderes einen sachlichen Überblick zu den laufenden Themen liefert. Die Taz. Deren Texte kann man im Internet gratis lesen. Man muss vorher nur anklicken, dass man die Zeitung finanziell bereits unterstützt. Das tue ich zwar nicht. Aber wenn es jemanden gibt, der alle Mittel in Ordnung findet, die dazu helfen, den Kapitalismus zu unterwerfen, dann ist es die Taz.

Was die Taz mir am Sonntag präsentiert hat, hat mir mein Frühstücksmettbrötchen aus der Hand geschlagen: Max Tichy war auf einer Veranstaltung mit Saskia Ludwig (CDU). Und noch schlimmer: Die, deren Name nicht genannt werden darf, war auch dort. Die Vorsitzende von der “Ihr wisst schon welchen”-Partei. Die Unsagbare. Und in ARD-Interviews auch die Unhörbare.

Die Taz hat eine deutsche journalistische Tradition aufgegriffen, die früher in eigenen Zeitungskästen weithin sichtbar war. Die Taz fragt: Darf sich Saskia Ludwig mit Max Tichy zeigen? Max Tichy mit der Dunklen Lady? Die Dunkle Lady und so weiter. Diese Feier hätte jedenfalls gar nicht stattfinden können, weil sich keiner mit keinem hätte treffen dürfen. So wie bei Dornröschen. Da hat die böse Hexe ebenfalls so einiges an Stress gemacht, weil sie nicht mit am Tisch sitzen durfte. Die böse Hexe hat letztlich Dornröschen zu 100 Jahre Schlaf verurteilt – TAZ-Leser kennen das Gefühl sehr gut.

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