Söder geht auf Distanz zu Merz-Freund Weimer: „Entweder Geld verdienen oder in der Politik bleiben“

vor 7 Monaten

Söder geht auf Distanz zu Merz-Freund Weimer: „Entweder Geld verdienen oder in der Politik bleiben“
Bildquelle: Apollo News

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder geht auf Distanz zu Wolfram Weimer. Das berichtet der Focus vorab aus seinem Podcast Machtmenschen. Man müsse sich zwischen „Blaulicht oder Konto“ entscheiden, sagte der CSU-Vorsitzende demnach. „Entweder will man Geld verdienen oder man will in der Politik bleiben. Zusammen geht es nicht.“ Die Entscheidung über personelle Konsequenzen könne aber nur der Kanzler treffen.

Die Weimer Media Group, die dem Kulturstaatsminister gemeinsam mit seiner Frau gehört, hatte damit geworben, beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee im Freistaat Bayern „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ bieten zu können. Kontakte zu Ministern und auch zum Bundeskanzler bei einem Abendessen wurden bei Kooperationspaketen für 60.000 bis 80.000 Euro in Aussicht gestellt, wie Recherchen von Apollo News öffentlich machten – angeblich ohne das Wissen beteiligter Mitglieder der Bundesregierung (mehr dazu hier).

Söder grenzt sich nun mit seinen Äußerungen zu Weimer deutlich von Bundeskanzler Friedrich Merz ab. Dieser hatte am Sonntag in der ARD noch behauptet, die Vorwürfe gegen seinen Staatsminister seien haltlos und hätten sich alle als falsch erwiesen. Weimer gilt als Freund und enger Vertrauter von Merz.

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