In den Mitgliedsländern der EU wird Politik ausschließlich von Parteien bestimmt. Diese Parteien haben sich die Staaten längst zur Beute gemacht. Es gibt keinen Verband, keinen Verein, keinen Rundfunkrat, keinen Fernsehsender, nichts, so klein und unbedeutend es auch sein mag, in denen die Parteien nicht bestimmen würden, was passiert oder eben nicht passiert. Parteien brauchen Personal, das diese Arbeit des Beutemachens in ihrem Sinne zuverlässig erledigt und verwaltet.
Diese Arbeit übernehmen die Mitglieder der Partei, die durch Auswahl und Schulung das für sie richtige Personal aussiebt. Damit zumindest ein Teil der Mitglieder das jahrzehntelange, zermürbende und aufwendige Auswahlverfahren durchhält, müssen diese Parteimitglieder natürlich motiviert werden. Und die Motivation ist die Aussicht auf Vergütung: Pfründe, gesicherte leistungsfreie Einkommen und üppige Rentenansprüche.
Das Auswahlsystem der Parteien ist dabei mehrfach advers. Ausgewählt werden Personen nach Charaktereigenschaften – damit keine Missverständnisse aufkommen, charakterlich geeignet im Sinne der Parteien –, die in ihrer Karriere, innerhalb der Partei, oft nach einem Schmetterlingsstudium, dass oft nicht abgeschlossen wird, immer wieder den Beweis erbracht haben, dass sie sich unterordnen können und alles, was die Partei von ihnen will, widerspruchslos erfüllen und nie mit eigenen Ideen auffallen. Heute das Eine zu sagen und morgen schon das Gegenteil lauthals fordern, muss für solche Personen ein Leichtes sein.
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