SPD degradiert Karl Lauterbach und Nancy Faeser

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SPD degradiert Karl Lauterbach und Nancy Faeser
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Spitzen von Union und SPD kämpfen (noch) einen Kampf. Sie wollen die Zwischenstände der Koalitionsverhandlungen geheim halten. Deswegen haben sie strikte Verbote verhängt. Nicht einmal Selfies soll es aus den Verhandlungsräumen geben. Das dürfte spannend werden. Zum einen gibt es rund 250 Mitglieder in den 16 Arbeitsgruppen, die in den jeweiligen Themenbereichen Ergebnisse erzielen sollen. Sie alle könnten der Versuchung erliegen, sich bei Journalisten durch Durchstechen lieb Kind zu machen. Denn zum anderen sind „Exklusiv-Geschichten“ eine beliebte Währung im Journalismus. Weshalb ein Heer von Hauptstadtjournalisten nun darauf angesetzt ist, doch noch spannende Informationen liefern zu können.

Das führt zu amüsanten Zwischenergebnissen. Etwa der Spiegel, die Schreckschusspistole unserer Demokratie hat brisante Angaben zu verbreiten: Größe 11, schwarz, Calibri, 1,5 Zeilenabstand – in diesem Format soll der künftige Koalitionsvertrag verfasst werden. Der mögliche nächste Kanzler Friedrich Merz (CDU) verspricht, mit ihm werde die Bürokratie im großen Stil abgebaut – und legt als Erstes die Schriftgrößen fest. Wenn der Mann ankündigt, Vegetarier werden zu wollen, sollte man in die Aktien von Wurstfirmen investieren.

Ihr verheerendes Wahlergebnis in Hessen oder ihre katastrophale Bilanz scheiden als Gründe für die Degradierung Faesers aus. Nicht, weil das Wahlergebnis nicht verheerend gewesen wären – oder die Bilanz. Sondern, weil Wahlergebnisse und politische Bilanzen in der SPD offensichtlich nichts mehr gelten. Katarina Barley hat bei der Europawahl das historisch schlechteste Ergebnis für die Partei eingefahren und führt nun die Arbeitsgruppe Europa an. Klara Geywitz hat als Ministerin einen Einbruch im Bauwesen zu verantworten – und führt nun für die SPD die Gruppe an, die über die Zukunft des Bauwesens auswürfelt. Die Bild handelt sie auch weiterhin als mögliche Ministerin. Immerhin lässt ihr Vorname drauf schließen, dass sie die Frauenquote bedient – aber nach drei Jahren Ampel und „Selbstbestimmungsgesetz“ samt Strafverfolgung sollte man darüber öffentlich besser nicht mehr sprechen.

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