Mit Sorge blickt der Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Energieversorgers EWE, Stefan Dohler, auf die aktuellen Füllstände der Gasspeicher. „Ich möchte keinen Alarm schlagen, aber trotzdem darauf hinweisen, dass die Füllstandssituation heute so schlecht ist, wie sie es Anfang 2022 war“, sagt Dohler. „Es ist ein Zeichen, dass die Mechanismen, die die Politik geschaffen hat, so nicht funktionieren. Es gab im vergangenen Sommer keine Preissignale im Markt, die Gasspeicher zu befüllen.“
Nach Angaben der europäischen Gasspeicherdatenbank GIE AGSI beträgt der Füllstand unserer Gasspeicher am 21. Januar 40,7 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025 waren die Speicher noch zu circa 63 Prozent gefüllt.
EWE-Chef Stefan Dohler
Im Jahr 2025 endete die Heizperiode mit einem Endstand der Gasspeicher von 28 Prozent. Heißt: Sollte der Verbrauch parallel verlaufen (40,7 Prozent heute, 22 Prozentpunkte weiterer Verlust), wären die Speicher im Frühling zu 18,7 Prozent gefüllt. Bei einem Füllstand unter 20 Prozent ist von einer Gas-Mangellage die Rede. Schon jetzt ist fraglich, ob die gesetzlich festgeschriebenen Füllstände eingehalten werden können. An kalten Tagen zogen Deutschlands Haushalte bis zu 1,3 Prozentpunkte pro Tag aus den Speichern.
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