Sie ist längst aus den Fußstapfen ihres Vaters Jürgen Großmann herausgetreten: Anne-Marie Großmann, promovierte Volkswirtin, Geschäftsführerin und Mitgesellschafterin des niedersächsischen Stahlherstellers Georgsmarienhütte (5500 Mitarbeiter) bei Osnabrück. Sie ist Chefin einer Branche, die in Deutschland ums Überleben kämpft. In der Welt sagt sie: „Ohne Umdenken in der Politik wird es künftig keinen Stahl mehr aus Deutschland geben.“
Die Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr gehört zur Real Estate GMH-Gruppe, zu der wiederum die Georgsmarienhütte gehört.
Großmann beklagt zunehmend schlechte Standortbedingungen hierzulande und damit Wettbewerbsnachteile gegenüber Stahlherstellern aus anderen Ländern. Entscheidend dabei ist das Thema Energiekosten. „Wir haben ein Problem mit dem Energiemarkt in Deutschland“, sagt die Unternehmerin. Insbesondere der Strompreis sei eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft – und speziell für Georgsmarienhütte. „Wenn wir keine Reduzierung bekommen, ist die Produktion einfach nicht rentabel.“ Großmann spricht dabei offen von Abwanderung.
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