Rund 18 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag (8.März) zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und zu Kommunalwahlen in Bayern aufgerufen. Beide Wahlen werden von der neuen Energiepreis-Explosion durch den Iran-Krieg überschattet, auch wenn es primär um regionale Themen geht. Im Südwesten hat die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier den Umfragen zufolge Chancen, im ersten westdeutschen Bundesland die 20 Prozent-Marke zu knacken. In Bayern droht Ministerpräsident Markus Söder und der CSU ein Debakel.
In Baden-Württemberg geht so oder so am Sonntag eine Ära zu Ende. Winfried Kretschmann, seit 2011 der erste „Grünen“ Ministerpräsident, tritt nicht mehr an. Die Entscheidung über die Nachfolge des 77-Jährigen fällt zwischen Ökosozialist Cem Özdemir und dem blassen CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel.
„Grüne“ und Union lagen in den Umfragen zuletzt mit 27 bzw. 28 Prozent fast gleichauf. Die 7,7 Millionen Wähler in Baden-Württemberg haben also die Wahl zwischen Pest und Cholera: „Grün“-Schwarz wie bisher oder künftig Schwarz-„Grün“? Eine Koalition mit der AfD schließen alle Landtagsparteien aus.
Der Landtag setzt sich aus mindestens 120 Abgeordneten zusammen: 70 davon werden direkt aus den Wahlkreisen gewählt, mindestens 50 Abgeordnete über die Zweitstimme für die Parteien.
Eine weitere spannende Frage wird sein: Fliegt die FDP auch in ihrem „Stammland“ aus dem Landtag? Danach sah es zuletzt eher nicht aus.
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