Ab dem 1. Mai 2025 dürfen grundsätzlich nur noch zertifizierte Fotostudios und Behörden-Fotoautomaten digitale Passbilder für Ausweisdokumente erstellen. Die Bilder müssen verschlüsselt über spezielle Clouds an die Behörden übermittelt werden – Papierfotos sind nicht mehr zulässig. Doch wie die Bild am Mittwoch berichtet, scheitert das Vorhaben sowohl an der technischen Umsetzung als auch an der Zulassung. Vielerorts fehlt für die entsprechenden Automaten noch die TÜV-Zertifizierung. Folglich dürfen auch über den Mai hinaus regelmäßig weiterhin Passfotos aus Papier verwendet werden.
In den Behörden, in denen die technische Ausrüstung fehlt, dürfen bis mindestens Ende Juli die Papierfotos verwendet werden. Das Bundesinnenministerium (BMI) schien schon im Februar zu ahnen, dass die geplante Digitalisierung nicht so vonstattengeht, wie erhofft. In einem Dokument, das an alle 5.867 deutschen Passbehörden verschickt wurde, wird auf eine entsprechende Übergangsphase aufmerksam gemacht.
„Auch, wenn nach der technischen Richtlinie ab Mai geänderte Anforderungen an die Lichtbilder gelten, bedeutet dies nicht, dass die technische Möglichkeit, papiergebundene Lichtbilder zu verarbeiten, abgeschaltet wird“, heißt es in dem Dokument. Wie ein Mitarbeiter des BMI gegenüber Bild sagte, können nicht alle Gemeinden auf die digitale Cloud zugreifen.
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