Steinigung eines minderjährigen Mädchens: Griechische Ministerin schildert Gewalttat in Flüchtlingslager

vor 2 Monaten

Steinigung eines minderjährigen Mädchens: Griechische Ministerin schildert Gewalttat in Flüchtlingslager
Bildquelle: Apollo News

Die stellvertretende griechische Gesundheitsministerin Eirini Agapidaki hat einen schweren Gewaltfall aus dem früheren Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos geschildert. Demnach wurde gegen ein minderjähriges Mädchen aus Afghanistan eine Steinigung organisiert, nachdem es sich einer von seiner Mutter vereinbarten Ehe widersetzt hatte.

Agapidaki äußerte sich dazu im Videocast „Face2Face“ der Zeitung Ta Nea mit der Journalistin Katerina Panagopoulou. Sie berichtete über die Zustände im Lager im Jahr 2019, als sie als Sondersekretärin für den Schutz unbegleiteter Minderjähriger tätig war. Moria sei damals ein Ort ohne funktionierende Kontrolle gewesen. Es habe Drogenhandel, Menschenhandel und massive Schutzlücken gegeben.

In diesem Zusammenhang schilderte Agapidaki den Fall des Mädchens. Eine Mutter habe zugestimmt, ihre minderjährige Tochter mit einem Mann im Lager zu verheiraten. Weil das Mädchen sich widersetzt habe, sei nach ihrer Darstellung „von der Community“ eine Steinigung organisiert worden. Das Mädchen habe zur Volksgruppe der Hazara gehört, die innerhalb der afghanischen Bevölkerung als besonders gefährdet gilt. Das Alter des Mädchens ist nicht eindeutig. Griechische Medien nennen unterschiedliche Angaben; in Berichten ist sowohl von 15 als auch von 17 Jahren die Rede.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel