Wenn Frank-Walter Steinmeier für etwas nicht bekannt ist, dann für ein diszipliniertes Amtsverständnis.
Schon wieder mischt sich der Bundespräsident massiv in die deutsche Außenpolitik ein und belastet das Verhältnis zu wichtigen Verbündeten. Auf dem Portal T-Online klagt der Mann, der per Grundgesetz ausdrücklich zu politischer Zurückhaltung verpflichtet ist:
„Was mich an der Auseinandersetzung über den Iran und den Iran-Krieg am meisten enttäuscht und fast wütend macht, ist die Tatsache, dass es nicht lange her ist, dass viele der Meinung waren, dass Präsident Trump ja nichts anderes übriggeblieben wäre, als diesen Krieg an der Seite Israels zu führen, weil diplomatische Möglichkeiten nichts genutzt hätten.“
Der inflationäre Gebrauch des Konjunktivs entspricht nicht nur der bekannt hölzernen Sprache des Staatsoberhaupts. Steinmeier behauptet damit auch, dass die jahrelangen diplomatischen Bemühungen gegenüber den Mullahs in Teheran doch etwas genutzt hätten.
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