Laut einem Bericht des Manager Magazins plant die Lufthansa im Zuge ihrer Restrukturierungsmaßnahmen für die Kernmarke Lufthansa Airlines einen erheblichen Stellenabbau in der Verwaltung. Den Informationen zufolge sollen etwa 20 Prozent der Verwaltungspositionen gestrichen werden. Rund 400 Arbeitsplätze sind von den Abbaumaßnahmen betroffen. Die Pläne, die von Konzernchef Carsten Spohr und Bereichsvorstand Jens Ritter entwickelt werden, sollen bis zum Jahresende final vorliegen.
Die Lufthansa plant dem manager magazin zufolge mehrere operative Anpassungen. Dazu gehört die Verlängerung der Umsteigezeiten für Passagiere. Zudem will man eine größere Reserve an Flugzeugen bereithalten, um flexibler auf Störungen reagieren zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der Flugkontrolle: Für die etwa 400 Flugcontroller an den Drehkreuzen Frankfurt und München wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Unterstützung ihrer Arbeit geprüft. Schließlich soll auch die Einsatzplanung der Crews grundlegend überarbeitet werden.
Die Sparmaßnahmen beinhalten unter anderem zudem Einsparungen im Einkauf. Ein maßgebliches Ziel des Vorstandes ist es, das Geschäft mit Geschäftsreisenden wiederzubeleben. Im Zuge der Corona-Pandemie musste der Dax-Konzern hier empfindliche Einnahmeverluste hinnehmen, die auch heute nicht kompensiert sind. Lediglich 60 Prozent der Geschäftsreisenden sind zur Lufthansa zurückgekehrt. Auch insgesamt spitzt sich die finanzielle Lage bei der Lufthansa AG mehr und mehr zu.
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