Stillstand oder Untergang? Was Schwarz-Grün für Deutschland und die Union bedeuten würde

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Stillstand oder Untergang? Was Schwarz-Grün für Deutschland und die Union bedeuten würde
Bildquelle: Apollo News

Eine Schwarz-Grüne Koalition auf Bundesebene ist rotes Tuch, Reizthema und manchen auch ein Lichtblick – dabei gibt es sie noch gar nicht. Doch allein die Idee reicht schon, um den Politbetrieb im Kurz-Wahlkampf aufzuheizen. Vor allem den im Konrad-Adenauer-Haus.

Denn aufgeheizt sind in der Frage vor allem die Damen und Herren der Union. Söder sagt wiederholt „Nein zu Schwarz-Grün“, die Union einigt sich dann doch auf eine Hintertür-Formel, die trotz markiger Worte doch noch eine Koalition möglich machen soll („mit diesen Grünen nicht“), und Friedrich Merz sitzt Mitte der Woche bei Maischberger und schließt Robert Habeck als Wirtschaftsminister nicht aus – dieses Chaos-Statement muss dann sein Generalsekretär Carsten Linnemann am Tag danach wieder einfangen, während Söder gegen seinen Kanzlerkandidaten direkt wieder querschießt und sein „Nein zu Schwarz-Grün“ neu auftischt. Währenddessen sitzen Daniel Günther und Hendrik Wüst in ihren Staatskanzleien in Kiel und Düsseldorf und zeigen durch ihre bloße Präsenz stumm (manchmal auch gar nicht so stumm) in Richtung Schwarz-Grün. Die Grünen um Robert Habeck müssen aktuell gar nichts tun, um die Union vor sich herzutreiben – das tun CDU und CSU von sich aus.

Dabei ist das Szenario durchaus realistisch – Schwarz-Grün ist nicht weit hergeholt bei einer schwachen FDP, die womöglich nicht mehr in den Bundestag einzieht, und dem klaren und festen Brandmauer-Bekenntnis von Friedrich Merz gegen die AfD. Da bleibt der Union nichts außer einer Linkskoalition – mit den Grünen, der SPD oder am Ende gar beiden. Die Träume mancher Parteimitglieder von der absoluten Mehrheit 2025 dürfen aktuell als genau das, als Träume, abgeschrieben werden. Für realistische Überlegungen taugt das nicht.

Da gewinnt die Idee, im Zweifel lieber nur mit den Grünen als mit der SPD zu arbeiten, plötzlich an Attraktivität. Auch, weil die Sozialdemokraten zum wiederholten Male einen Wahlkampf der Unsachlichkeit und Beschimpfung gegen CDU/CSU führen, was den guten Willen für Schwarz-Rot bei der Union gegen null gesenkt hat. Union und Grüne verbindet hingegen zumindest manches in der Außenpolitik, und man regiert in mehreren Ländern harmonisch zusammen.

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