Nach der Bundestagswahl mehren sich die Berichte über kleine, aber möglicherweise folgenreiche Auszählungsfehler. Weil einige Stimmen statt dem Bündnis Sahra Wagenknecht anderen Parteien angerechnet worden waren, hat am Freitag beispielsweise der Kreiswahlausschuss im hessischen Lahn-Dill-Kreis das Ergebnis der Partei korrigiert.
Im Vergleich zum am Sonntagabend veröffentlichten vorläufigen Endergebnis erhielt das BSW nach den endgültigen Zahlen 57 Stimmen mehr und kommt somit auf 7.064 der 165.000 abgegebenen Stimmen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des Landkreises hervor. Demnach wurden in einem Wahlbezirk 26 Briefwahlstimmen fälschlicherweise der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands zugeordnet.
Grund dafür soll eine Verwechslung zweier Zeilen gewesen sein. In einem anderen Wahlbezirk waren es 24 Briefwahlstimmen, die aus demselben Grund an die Partei der Humanisten gingen. Ein dritter Fehler war unterlaufen, weil der Name des BSW mit einer anderen Partei verwechselt worden war: So erhielt das Bündnis Deutschland unrechtmäßig sieben Stimmen.
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