Streiks, lange Postwege, zu kurze Fristen: Wahlbeteiligung von 210.000 Auslandsdeutschen gefährdet

vor mehr als 1 Jahr

Streiks, lange Postwege, zu kurze Fristen: Wahlbeteiligung von 210.000 Auslandsdeutschen gefährdet
Bildquelle: Apollo News

Rund 210.000 Auslandsdeutsche haben sich zur Bundestagswahl im Wählerregister registrieren lassen. Nun sind die Stimmen dieser durch sich häufende Probleme durch die zu kurzen Fristen mehr und mehr gefährdet: Während die Briefwahlunterlagen durch einen Streik der belgischen Post in Belgien gar nicht ankommen, fordert die deutsche Botschaft in London nun bereits die Wähler auf, wegen des langen Postwegs, „kreativ“ zu werden und selbst Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes müssen bei der Postweiterleitung einspringen.

Es zeichnet sich ein regelrechtes Wahlchaos bei der Zusendung der Wahlunterlagen an Auslandsdeutsche ab: Ausgerechnet in den Tagen kurz vor der Bundestagswahl streikt die belgische Post und sorgt für Unmut bei Auslandsdeutschen in Belgien. Durch den seit etwa zwei Wochen anhaltenden Streik kommen die Wahlunterlagen in Belgien nicht an oder werden zurückgeschickt. Das bestätigte ebenfalls ein in Belgien lebender Deutscher gegenüber Apollo News. Von dem Problem sind mindestens rund 12.000 Auslandsdeutsche in Belgien betroffen, das berichtet das Magazin BRF.

Da eine rechtzeitige Versendung der Briefe per Post in Belgien nicht mehr möglich ist, werden die Wahlbriefe daher nun von Kurieren der belgischen Botschaft nach Deutschland transportiert. Diese Maßnahmen haben die deutschen Botschaften in mehreren Ländern aufgrund der zu kurzen Fristen und weiten Postwege ergriffen.

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